Fellner fordert klare Konsequenzen nach Missbrauchsvorwurf gegen SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner
Landesrat und Parteivorsitzender Daniel Fellner
Die Enthüllungen über Missbrauchsvorwürfe gegen Hermann Gmeiner, den Gründer der SOS-Kinderdörfer, erschüttern Österreich und werfen ein grelles Licht auf die öffentliche Ehrung historischer Persönlichkeiten. Besonders betroffen macht Landesparteivorsitzenden Daniel Fellner, dass genau jene Kinder, die Schutz und Fürsorge erhalten sollten, so schwer verletzt wurden.
„Es bricht mir das Herz, dass gerade unschuldige Kinder, die in den Kinderdörfern Sicherheit suchen, missbraucht wurden. Die Opfer verdienen nicht nur Anerkennung, sondern die volle Unterstützung der Gesellschaft“,
sagt Fellner.
Vor diesem Hintergrund müsse nun auch die Frage gestellt werden, wie mit der öffentlichen Ehrung Hermann Gmeiners umgegangen wird. Straßen, Parks und Institutionen, die nach ihm benannt sind, müssten kritisch überprüft werden.
„Die Würde der Opfer steht über allen historischen Ehrungen. Wer den Namen einfach beibehält, übersieht das Leid der Betroffenen, und das darf nicht passieren“,
erklärt Fellner.
Es sei dringend notwendig, klare Zeichen zu setzen, nicht als Symbolpolitik, sondern aus moralischer Verantwortung. Missbrauch dürfe niemals vertuscht oder verharmlost werden, und den Betroffenen zuzuhören und sofort zu handeln sei das Mindeste, was die Gesellschaft tun könne.
„Wir müssen deutlich machen, dass wir solche Vergehen nicht tolerieren. Es geht darum, ein starkes Bewusstsein gegenüber Übergriffen in der Kinder- und Jugendhilfe zu schaffen und Verantwortung zu übernehmen“,
sagt Fellner.
Abschließend betont er, dass es nicht nur um Namen oder Denkmäler gehe, sondern insbesondere um den Schutz von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft.
„Die Opfer verdienen Gerechtigkeit, und wir müssen alles tun, damit sich solche Tragödien nie wiederholen. Wir brauchen eine transparente Prüfung aller Benennungen und gegebenenfalls konsequente Umbenennungen, die Aufstellung von Gedenksteinen für die Opfer und eine Stärkung des Opferschutzes“,
so Fellner.
Der Landesparteivorsitzende fordert nun eine umfassende Prüfung und Konsequenzen.
Politische Laufbahn
07.10.2019
Landesrat Ing. Daniel Fellner
Absolvent der HTL für Betriebstechnik in Wolfsberg
begann berufliche Laufbahn beim Roten Kreuz, war zuletzt Leiter der Landesleitstelle
seit 2009 Sektionsobmann St. Andrä
seit 2010 Fraktionsobmann St. Andrä
2011-2018 SPÖ-Landesgeschäftsführer
seit 12. April 2018 Landesrat in der Kärntner Landesregierung
seit Oktober 2018 SPÖ-Vorsitzender Bezirk Wolfsberg
Privat
07.10.2019
Lebt nach dem Motto:
„Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern“.
Geboren am 19.01.1977
Wohnt in St. Andrä
Familie: verheiratet mit Sandra
Drei Söhne: Matteo, Noah und Julian
Haustier: Labrador Eddie
Lieblingsort: Koralm
Hobbies: laufen, imkern, ab und zu auf einen Klettersteig gehen
Motto: Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern.