Fellner: „Ich habe ein konkretes Maßnahmenpaket eingefordert“
LH Fellner lud heute die Spitze von Kelag und Kärnten Netz zum Gespräch. Foto: Puch
Die angekündigte Steigerung der Netzgebühren um fast zehn Prozent ab Jänner 2027 stand im Mittelpunkt des heutigen Treffens von Landeshauptmann Daniel Fellner mit Kelag-Vorstand Reinhard Draxler und KNG-Geschäftsführerin Eva Tatschl. Dabei machte Fellner deutlich: Die Kärntner Bevölkerung braucht nachvollziehbare Antworten und konkrete Entlastung.
„Dass nach unserem Austausch sprichwörtlich ‚Frieden, Freude, Eierkuchen‘ herrschen würde, kann ich nicht behaupten. Wir haben ein durchaus intensives, aber faires Gespräch geführt“,
berichtet Fellner. Die angekündigte Preiserhöhung sei den Kärntnerinnen und Kärntnern „weder erklärbar noch zumutbar“.
Konkrete Entlastung statt bloßer Erklärungen
Im Gespräch wurden dem Landeshauptmann Zahlen, Daten und Erläuterungen zur Tarifentwicklung vorgelegt. Für Fellner reicht das nicht aus:
„Ich habe ein konkretes Maßnahmenpaket eingefordert, mit dem es Kärnten schafft, den Netztarif zu senken und in den nächsten Jahren von der unrühmlichen Spitzenposition ins Mittelfeld zu kommen.“
Die Bevölkerung habe ein Recht darauf, zu erfahren, wie die Berechnungen zustande kommen. Gleichzeitig müsse an Lösungen gearbeitet werden, die die Belastung tatsächlich reduzieren. Ein weiteres Treffen mit Kelag und KNG wird daher ehestmöglich vereinbart.
Kärntens Beitrag zur Energiewende muss sich auch bei den Kosten zeigen
Kärnten leistet mit seinen Pumpspeicherkraftwerken und seiner hohen Pro-Kopf-Produktion von grünem Strom einen wesentlichen Beitrag zur österreichischen Energieversorgung. Trotzdem zahlen die Menschen hier seit Jahren die höchsten Netzgebühren Österreichs.
„Das ist paradox. Wer einen so massiven Beitrag zur Energiewende leistet, darf nicht durch eine zusätzliche Preiskluft bestraft werden“,
betont Fellner. Für ihn steht fest: Die Kosten müssen innerhalb Österreichs gerechter verteilt werden.
Einheitlicher Netztarif: Jetzt ist der Bund gefordert
Um auch auf Bundesebene Bewegung in die Frage zu bringen, lädt Fellner alle Kärntner Nationalrats- und Bundesratsabgeordneten zu einem gemeinsamen Gespräch ein. Ziel ist, die Forderung nach einer fairen Verteilung der Netzkosten voranzutreiben.
„Wir brauchen einen bundesweit einheitlichen Netztarif. Nur so lässt sich die unsolidarische Benachteiligung einzelner Bundesländer dauerhaft und gerecht beenden“,
stellt Fellner klar. Ein Eingreifen des Bundes sei längst überfällig.
Politische Laufbahn
07.10.2019
Landesrat Ing. Daniel Fellner
Absolvent der HTL für Betriebstechnik in Wolfsberg
begann berufliche Laufbahn beim Roten Kreuz, war zuletzt Leiter der Landesleitstelle
seit 2009 Sektionsobmann St. Andrä
seit 2010 Fraktionsobmann St. Andrä
2011-2018 SPÖ-Landesgeschäftsführer
seit 12. April 2018 Landesrat in der Kärntner Landesregierung
seit Oktober 2018 SPÖ-Vorsitzender Bezirk Wolfsberg
Privat
07.10.2019
Lebt nach dem Motto:
„Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern“.
Geboren am 19.01.1977
Wohnt in St. Andrä
Familie: verheiratet mit Sandra
Drei Söhne: Matteo, Noah und Julian
Haustier: Labrador Eddie
Lieblingsort: Koralm
Hobbies: laufen, imkern, ab und zu auf einen Klettersteig gehen
Motto: Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern.