Fellner in Brüssel: Europas Stärke beginnt in den Regionen
LH Daniel Fellner bei der bei der politischen Konferenz im Rahmen der Europäischen Woche der Regionen und Städte in Brüssel. Foto: Illias Teirlinck
Europa wirkt dort, wo Investitionen neue Arbeitsplätze schaffen, Forschung ermöglichen und die Sicherheit der Menschen verbessern. Diese Botschaft bringt Landeshauptmann Daniel Fellner bei der Europäischen Woche der Regionen und Städte sowie im Ausschuss der Regionen in Brüssel ein. Sein Anliegen: Starke Regionen brauchen verlässliche Förderungen und eine klare Stimme in europäischen Entscheidungen.
EU-Förderungen schaffen Chancen für Kärnten
Seit Österreichs EU-Beitritt 1995 sind rund 450 Millionen Euro an EU-Regionalförderungen nach Kärnten geflossen. Diese Mittel tragen dazu bei, den Wirtschafts- und Forschungsstandort weiterzuentwickeln und damit die Grundlage für Beschäftigung und Wohlstand zu stärken.
„Eine starke und bürgernahe Kohäsionspolitik ist für mich – wie die EU – alternativlos“,
betont Fellner. Entscheidend sei, dass europäische Mittel direkt in den Regionen ankommen. Wie weitreichend europäische Investitionen wirken können, zeigt die Koralmbahn: Die EU hat insgesamt mehr als 600 Millionen Euro zu verschiedenen Projekten und Abschnitten entlang der Bahn beigetragen. Die engere Verbindung zwischen Kärnten und der Steiermark eröffnet neue Möglichkeiten für Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bildung und Forschung.
Innovation sichert die Arbeitsplätze von morgen
Kärnten ist international als Technologie- und Forschungsstandort sichtbar. Infineon, der Silicon Alps Cluster, die Silicon Austria Labs sowie die Fachhochschule Kärnten und die Universität Klagenfurt stehen für diese Entwicklung. Ein besonderes Beispiel ist der Lakeside Science & Technology Park. Mit der größten Drohnenhalle Europas, einem Robotics-Forschungslabor und einem 5G-Playground verbindet er Forschung mit praktischer Anwendung.
„Unsere international und national agierenden Top-Unternehmen und die einzigartigen Forschungsmöglichkeiten im Park zeigen, wie viel Innovationskraft in Kärnten steckt. Und der Lakeside Park wird weiter ausgebaut“,
so Fellner. Auch das neue COMET-Zentrum der Lakeside Labs mit einem Gesamtbudget von rund 23 Millionen Euro setzt hier an. Es erforscht, wie technische Systeme und kritische Infrastruktur widerstandsfähiger gegen Stromausfälle, Extremwetter oder Cyberangriffe werden können.
Gemeinsam helfen, wenn Katastrophen Grenzen überschreiten
Neben Innovation steht der grenzüberschreitende Katastrophenschutz im Mittelpunkt der Gespräche. Gerade Waldbrände zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen ist.
„Waldbrände kennen, wie Katastrophen, keine Gemeinde-, Landes- oder Staatsgrenzen – deshalb darf auch unsere Hilfsbereitschaft keine Grenzen kennen“,
erklärt Fellner. Einsatzkräfte, die unter schwierigen Bedingungen helfen und sich vielfach ehrenamtlich engagieren, brauchen die bestmögliche Unterstützung. Europäische Hilfen sollen deshalb gezielt die betroffenen Regionen und Gemeinden erreichen.
Mehr Mitsprache für Gemeinden und Regionen
Beim Treffen des Europaausschusses des Österreichischen Gemeindebundes geht es auch um den EU-Finanzrahmen von 2028 bis 2034. Fellner fordert, Gemeinden, Regionen und Städte stärker an den Entscheidungen über die Verteilung der Mittel zu beteiligen.
„Der europäische Geist entsteht bereits in den Regionen. Es ist daher umso wichtiger, dass Europa in Form von Fördermitteln für Projekte direkt bei den Menschen in der Region ankommt, spürbar und sichtbar wird.“
Galerie
LH Daniel Fellner und Martina Rattinger, Leiterin. EU-Verbindungsbüro Land Kärnten.
Politische Laufbahn
07.10.2019
Landesrat Ing. Daniel Fellner
Absolvent der HTL für Betriebstechnik in Wolfsberg
begann berufliche Laufbahn beim Roten Kreuz, war zuletzt Leiter der Landesleitstelle
seit 2009 Sektionsobmann St. Andrä
seit 2010 Fraktionsobmann St. Andrä
2011-2018 SPÖ-Landesgeschäftsführer
seit 12. April 2018 Landesrat in der Kärntner Landesregierung
seit Oktober 2018 SPÖ-Vorsitzender Bezirk Wolfsberg
Privat
07.10.2019
Lebt nach dem Motto:
„Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern“.
Geboren am 19.01.1977
Wohnt in St. Andrä
Familie: verheiratet mit Sandra
Drei Söhne: Matteo, Noah und Julian
Haustier: Labrador Eddie
Lieblingsort: Koralm
Hobbies: laufen, imkern, ab und zu auf einen Klettersteig gehen
Motto: Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern.